©Foto Fischer/Stadt Graz

Vom Armenhaus zur modernen Geriatrie: Wir feiern 300 Jahre GGZ

Mit dem Gründungsakt am 11. April 1724 wurde der Grundstein für das heutige Kompetenzzentrum für Altersmedizin und Pflege in Graz gelegt. An diesem Tag beauftrage Kaiser Karl VI. die zuständige Behörde in Graz mit dem Bau eines Armenhauses. Exakt 300 Jahre später, am 11. April 2024, luden die Geriatrischen Gesundheitszentren der Stadt Graz (GGZ) zu einer Jubiläumsfeier der etwas anderen Art in die Albert-Schweitzer-Gasse ein.

Buch zur 300-jährigen Geschichte

Den Auftakt der Jubiläumsfeier stellte die Buchvorstellung des von den GGZ herausgegebenen Geschichtsbuchs der Historikerin Dr.in Elfriede Maria Huber-Reismann dar. GGZ Geschäftsführer Gerd Hartinger und Buchautorin und Historikerin Elfriede Huber-Reismann beantworteten Fragen zur Entstehung des Buches und der Historie der GGZ. Stadtrat für Gesundheit und Integration Robert Krotzer betonte die Relevanz der GGZ für die Gesundheitsversorgung für die Stadt Graz in der Vergangenheit und für die Zukunft.

Eine musikalische und schauspielerische Reise durch die GGZ Geschichte

Im Anschluss fand in der Kirche „Zur unbefleckten Empfängnis“ der Festakt statt. Nach den Eröffnungsworten von GGZ-Geschäftsführer Gerd Hartinger folgten Begrüßungsworte durch Ärztlichen Leiter der Albert Schweitzer Klinik Walter Schippinger, Pflegedienstleiter der GGZ Jörg Hohensinner, Stadthistoriker Karl Albrecht Kubinzky, Stadtrat Robert Krotzer, Bürgermeisterin Elke Kahr sowie Landesrat Karlheinz Kornhäusl.

Im Rahmen eines Schauspiels, welches sind an der Sprache der Zeit orientierte, wurden historische Situationen der GGZ Geschichte von Grazer Künstler:innen dargestellt und musikalisch durch das Orchester des Johann Fux Konservatoriums untermalt.

Von der Errichtung des Armenhause am Standort Gries und der Umbenennung desselben in Siechenhaus. Über das Betreiben des ersten Geburtshauses für ledige Mütter in der Steiermark oder der ersten Operation in Vollnarkose durch Anton Hinterthür sowie der ersten steirischen Krankenpflegeschule. Hilfsbereitschaft, Sicherheit, Sinn und Gemeinschaft sowie Innovation, Mut und eine Vorreiterstellung gehörten schon immer zu den gelebten Werten der GGZ.

Nach der Darbietung durften sich die Gäste auf eine kulinarische Umrahmung durch Cateringpartner Contento in Form von Fingerfood und Getränken freuen. Am Nachmittag wurde das Jubiläum mit allen GGZ-Mitarbeiter:innen gefeiert.

Traditionen und über Jahrhunderte gelebte Werte

Die mit dem Gründungsakt vom 11. April 1724 eingeleitete Geschichte der Grazer „Pflegeklinik“ feiert nun ihr 300-jähriges Bestehen. Wenn sich auch die Inhalte der Versorgung über diesen Zeitraum grundlegend änderten, so bleibt doch der Versorgungs- und Pflegecharakter für die Grazer und umliegende Bevölkerung seit dem Beginn an im Fokus. Getragen aus alter Tradition, einer vertrauens- und respektvollen Unternehmenskultur, engagierten Mitarbeiter:innen und moderner Qualitätsarbeit entwickelten sich die GGZ zu einem Kompetenzzentrum für Altersmedizin und Pflege mit internationaler Anerkennung.

betont Geschäftsführer der GGZ Gerd Hartinger
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