Klaus Sauseng, Stadtrat Robert Krotzer, Carina Hörting, Romana Lipp und Jörg Hohensinner stellen das Pflegemaßnahmenpaket vor.
©Foto Fischer

Maßnahmenpaket für Pflegemitarbeiter:innen

Mehr Gehalt, zusätzliches Personal: Stadt Graz und GGZ schnüren Maßnahmenpaket

Die Geriatrischen Gesundheitszentren (GGZ) und die Stadt Graz präsentierten heute ein Gehalts- und Personalpaket für die Mitarbeiter:innen der GGZ. Die damit möglichen Maßnahmen enthalten Gehaltsanpassungen an das Entlohnungsschema in den Pflegewohnheimen, erweiterte Treueprämien für langjährige Kolleg:innen in der Pflege sowie zusätzliche personelle Unterstützung zur Entlastung der Pflege.

Die krisenhafte Situation im Bereich Pflege hat sich in den letzten Jahren zugespitzt. Die jahrelangen Versäumnisse insbesondere im Bereich der Ausbildungen haben zu den jetzigen Missständen in ganz Österreich beigetragen. Die Stadt Graz und die GGZ reagieren nun ihrerseits und setzen Maßnahmen für die Menschen, die in der Pflege arbeiten.

„Wir sehen die brennenden Probleme in der Pflege und setzen Lösungen um, die diesen Herausforderungen begegnen. Das hat die schwere und verantwortungsvolle Arbeit in der Pflege verdient. Die Geriatrischen Gesundheitszentren sind und bleiben mit den nun verhandelten Lösungen ein guter und attraktiver Arbeitsplatz für alle jetzigen und auch künftigen Kolleginnen und Kollegen.“

Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer

Gehaltsanpassungen in den Pflegewohnheimen

Der Bedarf an medizinischen und pflegerischen Leistungen wächst aufgrund des stark zunehmenden Anteils älterer Menschen in unserer Gesellschaft. Gleichzeitig steigt die Anzahl der Pensionierungen von Mitarbeiter:innen der GGZ. Um all diesen Herausforderungen im Versorgungsbereich entgegenzuwirken, braucht es eine Verbesserung der Entlohnung in den Pflegewohnheimen, ebenso wie ein zeitgerechtes und förderliches Arbeitsumfeld, in welchem sich die Mitarbeiter:innen einbringen und entwickeln können.

Einstellung von Administrationsassistent:innen

Administrative Tätigkeiten sollen in Zukunft möglichst nicht von Pflegekräften übernommen werden. Für diese Arbeiten werden Administrationsassistent:innen eingestellt, die dafür anfallenden Gehaltskosten sind im Budget abgebildet. Durch die Unterstützung bei nicht berufsspezifischen Tätigkeiten werden die Pflegemitarbeiter:innen mehr Zeit für die Pflege an den Patient:innen haben.

Treueprämien für langjährige Mitarbeiter:innen geplant

Die geplante Treueprämie soll als Dankeschön und Zeichen der Wertschätzung die wertvolle Tätigkeit langjähriger Mitarbeiter:innen anerkennen und diese motivieren, weiterhin im Pflegebereich zu arbeiten bzw. den GGZ treu zu bleiben.

„Die aktuellen Herausforderungen liegen in der gegenwärtigen Erwartungshaltung der Bewohner:innen an die Leistungen eines Pflegewohnheimes. Diese haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Unsere Pflegeheime sind Pflegeheime der 4. und 5. Generation. Mit dieser großartigen Gegebenheit können wir Bezugspflege nicht nur bieten, sondern täglich leben. Dies ist der Schlüssel für gute, individuelle, Pflege der Gegenwart.“

Klaus Sauseng (Geschäftsbereichsleiter Pflegewohnheime GGZ)

 „Im Rahmen des Projektes Gesundheitsberufe 2025 werden seit 2018 in den GGZ gezielt Maßnahmen vor allem zur Mitarbeiter:innen-Bindung gesetzt. Diese beinhalten neben der Stärkung und Selbstorganisation der Teamstruktur durch Teamentwicklungsprozesse, Etablierung der Kreiskultur und des Mentoringsystems auch das vielfältige Angebot der Mitarbeiter:innen-Entwicklung (Karrierepfade, Fortbildungsangebote, Job-Rotation) wie auch die intensivierte Kooperation mit Ausbildungsträgern, um junge Menschen für den Pflegeberuf zu begeistern. Als zukünftige Maßnahme zur Mitarbeiter:innen-Bindung zählt vor allem die Entadministrierung in der Pflege durch den Einsatz von anderen Berufsgruppen für hauswirtschaftliche und administrative Tätigkeiten.“ 

Jörg Hohensinner (Pflegedienstleiter der Albert Schweitzer Klinik).
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